Margaret Kay 1842

Margaret Kay 1842: Reproduktion von Sabine Taterra-Gundacker
Photos © Sabine Taterra-Gundacker
Margaret Kay 1842: Original

Die Biedermeierzeit mit ihren wundervollen handkolorierten Stickvorlagen ist „in vollem Gange“. In Berlin, dem Zentrum dieser Modeerscheinung, beschäftigen sich in der Blütezeit zwischen 1840 und 1850 über 20 Verlage damit und angeblich erscheinen bis 1840 schon 14.000 Einzelblätter.

Diese Blätter wurden auch nach England und Amerika exportiert und sind seitdem unter dem Begriff „Berlin Woolwork“ bekannt. Hat Margaret Kay ihre zwei schönen Eckmotive aus diesem Angebot bekommen?

Vermutlich hat sie 1842 eine private und/oder karitative schulische Einrichtung für Mädchen besucht. Durfte sie sich die Vorlagen dort ausleihen?

Für ein elfjähriges Mädchen ist ihr Mustertuch sehr klar aufgebaut. Zwei Eckmotive, die geschickt „gespiegelt“ wurden, bilden den Rahmen für einen dreistrophigen Text. Während sie alle Motive in Wolle stickte, wurde dieser in feinster Seide über einen Faden gearbeitet.

In dieser Zeit der Industrialisierung (Armut, Krankheit, Hygieneprobleme) suchten die Menschen verstärkt nach Erklärungen und Hilfen in ihrer Not bei Gott.

Ich danke Jamie Hammer Quiroga für ihre Informationen zum Kirchenlied aus dem Jahr 1780 von Augustus Montague Toplady und Ginny Kellar für ihre Unterstützung bei der Suche nach dem Ort Stand. Das kleine Dorf in Lanarkshire in Schottland wurde 1596 zum ersten Mal auf einer Landkarte erwähnt.

Preise:

Stickpackung: € 44,-
Stickanleitung: € 18,-

Kreuze: 182 x 220

Größe: 26 x 31 cm

Stiche:

Kreuzstich

Margaret Kay 1842: Reproduktion von Sabine Taterra-Gundacker und Original