Josepha Vogl 1846

aus Süddeutschland

Josepha Vogl 1846: Original
Josepha Vogl 1846: Reproduktion von Sabine Taterra-Gundacker
Photos © Sabine Taterra-Gundacker, Berlin

1846! Wirklich? Warum hat Josepha die letzte Ziffer der Jahreszahl verändert? Hat sich die Fertigstellung um Jahre verzögert? Auf einigen Mustertüchern dieser Zeit (Biedermeier 1815 - 1848) kann man dieses Phänomen entdecken. Diese feinen Werke aus der Hand von jungen Damen der Oberschicht wurden oft nach der Fertigstellung im Wohnbereich präsentiert, sie zeugten vom Geschmack und Können der Stickerin und vom Zeitgeist. Aber auch jeder potenzielle Kandidat für eine Eheschließung konnte daraus das Alter der Umworbenen schätzen.

Mit äußerst feinen Kreuzstichen in feiner Seide auf feinem unregelmäßigem Stickgrund hat Josepha ihr Mustertuch ausgeführt: zwei Blumenbordüren, fünf Alphabete, zwei Zahlengruppen. Die schnäbelnden Täubchen im Rosenkranz bilden das Hauptmotiv. Rechts und links davon setzte sie symbolhafte romantische Motive der „Häuslichkeit“  und „Erinnerung“. Ein textiles Kleinod zum Vorzeigen!

Josepha Vogl war sehr lang meine „Begleiterin“. Oft konnte ich die meist ausgeblichenen Farben der Tauben nicht unterscheiden und auszählen. Mein besonderer Dank geht an meine Freundin Margit Guerrein, die ihre „Josepha“ geduldig über Jahre entbehren konnte und mich nicht drängelte.

Preise:

Stickpackung: € 50,-
Stickanleitung: € 20,-

Kreuze: 341 x 270

Größe: 48 x 38 cm

Stiche:

Kreuzstich
Vorstich

Arbeit am Laptop
beim Auftrennen
Josepha Vogl 1846: Detail des Originals