17. Jahrhundert

Deutschland

Zu den Süddeutschen Tüchern werden Sachsentücher und Nürnberger Tücher gezählt.

Die Nürnberger Tücher sind sehr frühe Tücher, sehen auf der Rückseite fast genauso aus wie auf der Vorderseite aufgrund des verwendeten 'mehrarmigen' Kreuzstiches. Sie sind häufig nach mehreren Seiten orientiert, haben eine Mitte mit einem Wappen oder Monogramm und sind meistens mit Hohlsaum- und Festonstichen eingefasst. Die Wappen geben Aufschluss über die Familie der Stickerin. Viele Nürnberger Mustertücher haben Motive wie Blütenstände, Vasen und Alphabete ohne Verzierung. Typisch sind Flächendekore, mit Mustern gefüllte quadratische oder rechteckige Flächen innerhalb des Mustertuches, viele verschiedene Sticharten sowie eine reiche Farbpalette.

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